Laute irrt
Dienstag, 21. Mai 2013

Ein Gedicht

Dieser Text ist ein Gedicht.
Der eine mag’s, der andre nicht.

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Montag, 20. Mai 2013

Und weil es so absolut großartig ist, hier noch mal: Das neue mega-knorke Album von Käptn Peng und den Tentakeln von Delphi – BAAAM!

Expedition ins O, Cover-Ausschnitt – (c) Kreismusik

Käptn Peng & Die Tentakel von Delphi – Expedition ins O (Cover-Ausschnitt). (c) Kreismusik

Vor einigen Wochen hatte ich hier im Blog schonmal einen der Songs vom neuen Album von Käptn Peng vorgestellt und mittlerweile habe ich bei acht9 auch eine Rezension zum dazugehörigen Album verzapft. Trotzdem haue ich das hier jetzt noch einmal rein, weil man das glaube ich gar nicht oft genug machen kann. (weiterlesen)

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Donnerstag, 16. Mai 2013

Der Flaschenmann

Ein Flaschensammler

Ein Flaschensammler – Foto: Susan NYC (auf Flickr unter CC BY 2.0)

Ich kenne den Mann nicht. Habe ihn noch nie gesehen. Ich beobachte nur, wie er durch die Innenstadt läuft, die Arme hinter dem Rücken verschränkt. Er gibt sich Mühe. Große Mühe sogar, nicht aufzufallen. Er möchte untertauchen in den Massen. So unauffällig sein, wie all die anderen, die durch die Straßen schlendern, Eis schlecken, Schuhe kaufen. Aber er schleckt kein Eis. Er kauft keine Schuhe. Er schämt sich. Und ich schäme mich auch.

Sein Fahrrad steht zwei Straßen weiter und er läuft hin und her, zum Fahrrad und zurück, immer wieder, und tut dabei so unauffällig, dass es auffällt. Verschränkt die Arme hinter dem Rücken, läuft und verschrenkt und läuft hin und zurück und zum Fahrrad. (weiterlesen)

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Dienstag, 14. Mai 2013

Die Krux mit den Adblockern und dem Geldverdienen im Internet

"Bitte schalte deinen Adblocker aus!" – Aufruf auf golem.de

“Bitte schalte deinen Adblocker aus!” – Aufruf auf golem.de

Auf Golem.de wurde gestern ein Aufruf veröffentlicht, der die Seitenbesucher bittet, ihren Adblocker auszuschalten. Der Autor gesteht dabei ein, dass Werbung im Netz ganz schön nerven kann, fährt dann aber fort:

“Aber auch ich, wie das ganze Team von Golem.de, verdiene mein Geld mit Werbung. Sie ist dabei Mittel zum Zweck: genau die IT-Website zu machen, die wir selbst gerne nutzen würden.”

Das ist ein Dilemma, das mir – und ich denke auch vielen anderen Lesern – schon lange bewusst ist. Ich weiß, dass vor allem Zeitungen und News-Seiten auf Einnahmen (z.B. durch Werbung) angewiesen sind. Und ich weiß, dass ich als oft zufriedener Kunde dem jeweiligen Anbieter – egal ob Zeitung, Blog, Podcast, etc. – auch ermöglichen sollte, von seiner Arbeit zu leben.

Trotzdem benutze ich in den meisten Fällen einen Adblocker und das hat folgenden Grund: Häufig ist Werbung animiert, blinkt ohne Ende und spielt hin und wieder auch noch Töne ab, so dass es unmöglich ist, in Ruhe einen Artikel zu lesen oder ein Video anzusehen. Diese sehr weit verbreitete Art von Werbung nervt. Nicht nur ein bisschen, sondern unglaublich. (weiterlesen)

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Donnerstag, 9. Mai 2013

Banalarama – der neue Podcast über Alltagsgegenstände

Banalarama – Logo

Ausschnitt des Banalarama-Logos (veröffentlicht von Lars unter CC BY-NC-SA 3.0 DE)

Wir benutzen in unserem Alltag tausende Dinge, die für uns vollkommen selbstverständlich sind, über die wir aber rein gar nichts wissen. Denn ganz ernsthaft: Wer hat schon einmal ein Buch über Toilettenpapier gelesen, oder sich im Internet über die Geschichte des Löffels informiert?

Lars startet jetzt einen neuen Podcast, der sich mit genau diesen Dingen beschäftigt. In “Banalarama” wird er sich in Zukunft mit den Hintergründen von Alltagsgegenständen auseinandersetzen.

“Banalarama will die interessanten und spannenden Anekdoten rund um unsere Alltagsgegenstände entdecken. Banalarama möchte unterhalten. Banalarama soll uns helfen, bewusster mit den täglichen Dingen umzugehen.”

Ich finde die Idee absolut spitze und warte gespannt auf die erste Folge. Weitere Infos gibt es auf banalarama.de, auf Twitter und auf App.net.

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Donnerstag, 9. Mai 2013

Karussell

Ein Karussell in Florenz

Dies hier ist ein Video von einem Karussell
Jetzt dreht es sich langsam
und jetzt dreht es sich schnell
Jetzt ist es ganz dunkel
und jetzt ist es ganz hell

Das warn jetzt fünf verschiedene jetzt
und alle warn gelogen
die Zeit – wie wir sie kennen –
ist schon längst vorbeigezogen (weiterlesen)

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Freitag, 3. Mai 2013

Der arme Nordkorea

A: Gestern war ich wieder in Nordkorea.

B: Soso.

A: Der war aber nicht da.

B: Wer?

A: Der Nordkorea.

B: Bitte?

A: Danke.

(Pause) (weiterlesen)

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Samstag, 6. April 2013

Der Bundesliga-Fan

A: Soso.

B: Ach.

A: Da haben sie’s endlich gepackt, die Jungens.

B: Soso.

A: Jaja.

B: Wer hat was gepackt?

A: Na, die Jungens den Ball! Meister sind sie wieder geworden! Ja lesen sie denn keine Zeitung?

B: Doch, doch.

A: Ja, und sind sie denn kein Bundesliga-Fan?

B: Doch, doch. Sehr sogar. Ein großer Fan sogar! (weiterlesen)

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Mittwoch, 27. März 2013

Ich habe Schubladeritis, aber lass uns einen Kaffee trinken gehen

Der Nachbar ist ein Hipster. Der Busfahrer ein Türke. Der Mitschüler ein Veganer, der Lehrer ist ein Spießer. Die Klasse gehört zur Generation Dumm-wie-Brot. Und zur Netzcommunity. Die Netzcommunity will alle Urheber enteignen. Draußen auf der Straße läuft ein Katholik. Die Katholiken sind konservative Waschlappen. Ein paar Meter hinter ihm sitzt ein Grieche auf einer Bank. Die Griechen sind selbst Schuld an ihrer Krise. Und die Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, beuten uns aus – sie gehören zur Asylantengeneration.

Das kann doch nicht wahr sein, denke ich mir so oft beim Blick in die Zeitung, wenn in einem Artikel eine bestimmte Menschengruppe in wenigen Sätzen verallgemeinert wird. Zusammengestutzt auf irgendwelche Gemeinsamkeiten, die sich gut anhören und zu passen scheinen. Aktuell diskutieren beispielsweise einige Medien wieder einmal die Frage, was für eine Generation da gerade eigentlich auf den Arbeitsmarkt vorrückt. Ist es die Generation der Faulen? Die Generation der Verblendeten? Die Generation der Pessimisten, oder die der Politikverdrossenen? Vielleicht auch die Generation der Verwirrten? Die Generation Praktikum? Ah, nein, jetzt weiß ich: Es ist die Generation Internet. Oder doch nur die Generation Facebook? (weiterlesen)

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Dienstag, 26. März 2013

Die Trompete und die Geige

A: Das ist aber eine hässliche Trompete.

B: Bitte?

A: Ich sagte: Das ist aber eine hässliche Trompete! Die hässlichste, die je den Blickwinkel meiner Augen gestreift hat.

B: Was hat gestreift?

A: Diese hässliche Trompete!

B: Das ist eine Geige.

A: Schön wäre es. Für eine Geige wäre das Ding recht schön. Aber als Trompete ist es einfach nur hässlich.

B: Es ist ja auch eine Geige, keine Trompete.

A: Wer sagt das?

B: Na, es ist doch einfach so. Eine Trompete sähe doch ganz anders aus. (weiterlesen)

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