Chiller-Pinguin

Einst war es kalt, im schönen Wien,
Weil niemals dort die Sonne schien,
Deshalb dachte ein Pinguin,
Da ist es toll, wie in Berlin.

Und weil er es so mochte,
Da es dort selten kochte,
Begann er gleich zu packen,
Und ausführlich zu scheißen.

Als er dann ein Wiener war,
Sah er eine Vogelschar,
Die Vögel flogen kreuz und quer,
Ziellos, wie ein Staubsauger.

Und während er so guckte,
Und hin und wieder spuckte,
Begann er sich zu fragen,
Wieso er selbst nicht in der Lage war, derart anmutig durch die Lüfte zu gleiten, obwohl sein Körperbau sich doch keineswegs von dem der anderen Vögel unterschied und wahrhaftig nahezu alle Grundzüge dieser körperlichen Strukturen aufweisen konnte. Kurzum: Flügel da, aber trotzdem zu doof zum Fliegen?

Die Vögel, ja sie lachten,
Genossen seine Schmach,
Ganz offensichtlich dachten,
Sie überhaupt nicht nach.

So mobbten sie den Pinguin,
Und der fiel auf die Nase hin,
Wo er einfach liegen blieb,
Wie ein totes Nudelsieb.

Millionen Jahre später,
Da fand ein Sanitäter,
Nachmittags, um zwei in Wien,
Nen vereisten Pinguin.
Der auf seiner Nase lag,
Mit Vogelkacke als Belag.

Und die Moral von der Geschicht:
Pinguine fliegen nicht. Pinguine chillen.

Veröffentlicht von

Moritz

Hallo, ich bin Moritz (@script0r). Ich studiere Konfliktforschung in Augsburg und blogge u.a. über Gesellschaft, Politik und Computerkram.

3 Gedanken zu „Chiller-Pinguin“

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