Das Wachstum

Wachstum, Wachstum,
Das ist geil,
Gut für unsere Seelenheil.
Denn wo’s wächst da fließt die Knete,
Und man feiert eine Fete.

Immer schneller sprießt’s nach oben,
Ist schon fast am Himmel droben,
Wächst dann weiter, richtig stark,
Wasser ist woanders karg.

Doch oh nein, was ist denn das?
Unser Turm, er wackelt krass,
Bricht dann auch noch voll in zwei,
Mensch, das ist ne Schweinerei.

Wie konnt‘ das denn nur geschehen?
Wer hat etwas übersehen?
Leute, fragt euch blöde nicht,
Lest die Moral von dem Gedicht:

Pflanzen wachsen nicht für immer,
Irgendwann vergeht der Schimmer,
Und die Natur, die ist auch hier,
Ein Vorbild für den Sinn der Gier.

Veröffentlicht von

Moritz

Hallo, ich bin Moritz (@script0r). Ich studiere Konfliktforschung in Augsburg und blogge u.a. über Gesellschaft, Politik und Computerkram.

3 Gedanken zu „Das Wachstum“

  1. @Tom Naja eine marktradikale Ideologie ist es jetzt nicht wirklich. Wachstum ist die Grundlage des Kapitalismus. Ohne Wachstum geht der Kapitalismus ein, er stagniert und entwickelt Minuswachstum. Wenn die Wirtschaft weniger als 2% wächst dann steigt automatisch die Arbeitslosigkeit. Also zu sagen, dass dies die Ideologie des Marktradikalismus ist wäre viel zu kurz gegriffen und würde diese Tatsache verschleiern.Trotzdem schönes Gedicht gegen den Kapitalismus und seine systemimaneten Krisen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.