Das "Click Bios 4" von MSI.
Das "Click Bios 4" von MSI.

PC im Eigenbau – Teil 4: Betriebssystem, Treiberinstallation und Systemcheck

Vor der Windows-Installation habe ich die Treiber für meinen WLAN-Stick und für die neue Grafikkarte mit meinem alten PC heruntergeladen. Aus einem simplen Grund: Die Treiber im Netz sind in der Regel aktueller als die auf den beiliegenden CDs.

Nachdem ich meinen neuen PC fertig zusammengebaut habe, habe ich ihn zuallererst angeschlossen und eingeschaltet. Der Rechner zeigte kurz darauf das UEFI – den Nachfolger des herkömmlichen BIOS an. Praktisch im Fall des UEFI von MSI: Ich konnte mir sofort die CPU-Temperaturen ansehen, die etwas über 30° lagen.

Windows- und Treiberinstallation

Daraufhin habe ich das PC-Gehäuse geschlossen, die Windows-Installations-DVD eingelegt, den PC neu gestartet und Windows auf der SSD installiert. Zur Sicherheit habe ich dabei die HDD noch nicht ans Mainboard angeschlossen (theoretisch könnte es sein, dass man dann bei der Installation die falsche Festplatte auswählt). Nach dem Abschluss der Windows-Installation habe ich den Treiber für meinen WLAN-Stick installiert.

Danach habe ich einen Blick in den Geräte-Manager geworfen und festgestellt, dass Windows die Hardware noch nicht vollständig erkannt hat. Abhilfe schafften die Treiber-CD des Mainboards und der Grafikkarten-Treiber. Im Fall des Mainboards habe ich nicht die aktuellsten Treiber von der Hersteller-Website geladen, weil ich mir nicht ganz sicher war, welche ich hätte auswählen müssen.

Nach den Treiber-Installationen gab es erstmal einen Neustart. Dann noch ein Update auf die neueste Version von 7. Dann ein Neustart. Danach noch ein Update. Neustart. Fertig.

Systemcheck

Wenn der PC nach dem Starten nicht wieder ausgeht, stehen die Chancen gut, dass man beim Zusammenbau nichts falsch gemacht hat.

Trotzdem habe ich zur Sicherheit die Temperatur der CPU überprüft. Am einfachsten geht das mit einer kostenlosen Software wie „Core Temp“. Im Normalbetrieb zeigt die bei mir eine maximale Kerntemperatur von etwa 42°C und eine durchschnittliche Kerntemperatur von etwa 32°C an. Diese Werte gehen denke ich voll in Ordnung.

Unter Last beim Spielen (Battlefield 3 und Bad Company 2) gehen die Temperaturen deutlich nach oben. Knappe 62°C waren hier das Maximum, der Durchschnitt lag bei etwa 58°C. Auch diese Werte sind, habe ich mir sagen lassen, vollkommen in Ordnung.

Lautstärke

Der neue Rechner ist nicht lautlos, aber sehr leise. Die mit Abstand lauteste Komponente im Normalbetrieb ist der Kühlschrank im Nebenzimmer. Wenn ich die Zimmertür schließe, kann ich zwar die HDD und die Gehäuselüfter hören, beide Geräusche sind jedoch nicht störend.

Beim Spielen ändert sich das natürlich: Unter Last ist der Rechner deutlich hörbar. Das ist in dieser Preisklasse allerdings vollkommen normal und für mich somit kein Kritikpunkt. In etwas weniger anspruchsvollen Spielen wie FIFA 13 oder Payday 2 bleibt er zudem angenehm leise.

Leistung

Zum Überprüfen der Leistung habe ich keine viermillionen Benchmarks durchgeführt – erstens gibt es die schon im Netz und zweitens finde ich Benchmarks nicht sonderlich aussagekräftig. Wichtig ist schließlich, wie man selbst als Nutzer die Leistung wahrnimmt.

Nun, was soll ich sagen: Der Rechner läuft. Sehr gut. Seit knapp drei Wochen täglich – in einem super Tempo. Da ich nahezu alle Programme auf der SSD installiert habe, starten sie deutlich schneller als bisher. Und selbst die Spiele, die auf der herkömmlichen HDD-Platte liegen, laden Dank des Prozessors ausgesprochen flott. Alle bisher von mir getesteten Spiele laufen auf hohen bis sehr hohen Einstellungen absolut flüssig – ich bin nicht in der Lage, irgendwelche Ruckler oder Aussetzer zu erkennen.

Fazit

Wer schon einmal ein Betriebssystem installiert hat, kann bei diesem Schritt wenig falsch machen: Die Installation der meisten Systeme verläuft mittlerweile simpel und problemlos. Bei den Treibern kann es theoretisch etwas schwieriger werden. Windows-Nutzer können aber ganz einfach auf die mitgelieferten Treiber-CDs zurückgreifen – damit macht man auf jeden Fall nichts falsch.

Alle Artikel der Serie:

  1. Wieso selbst bauen?
  2. Auswahl der Hardware
  3. Zusammenbau der Hardware
  4. Betriebssystem, Treiber und Systemcheck
  5. Fazit (geplant)

Noch Fragen? Fragen!
Wenn ihr Fragen oder Anregungen habt: Ab damit in die Kommentare!

Veröffentlicht von

Moritz

Hallo, ich bin Moritz (@script0r). Ich studiere Konfliktforschung in Augsburg und blogge u.a. über Gesellschaft, Politik und Computerkram.

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