Die Welt - als Ei im Eierbecher - wird von einem Hammer zerschlagen

Welche unserer Ansichten haben wir grundlegend geändert? Und wieso? [Auswertung der Blog-Parade]

Vor einigen Wochen habe ich zur Blog-Parade mit der Fragestellung „Welche deiner Ansichten hast du grundlegend geändert? Und wieso?“ aufgerufen. Hier nun etwas verspätet die Auswertung. Insgesamt wurden sechs Artikel eingereicht – zu vollkommen unterschiedlichen Themen.

Brigitte hat darüber geschrieben, wie sie sich vom Katzenmenschen zur Hundeliebhaberin entwickelte:

„Bis vor wenigen Jahren konnte ich mir beim Besten Willen nicht vorstellen jemals Hundehalter zu sein. Allein schon die Vorstellung mehrmals am Tag bei jedem Wetter mit dem Hund raus zu müssen, war für mich mehr als gruselig. Wie einfach hatte ich es da doch mit meinen Perserkatzen, denn diese gingen, wann immer es sein musste, auf ihr Katzenklo und stellten keine Ansprüche hinsichtlich Gassigehen an mich.“

Frank berichtet in seinem Artikel von seinem Wandel vom erfolgsorientierten Arbeitstier zu einem ausgeglicheneren Menschen:

„Bis 2011 vertrat ich die Ansicht, dass ich hart an meinem beruflichen Erfolg arbeiten muss und mein Privatleben hinten anzustehen hat. Ich verbog mich regelrecht für die Karriere, versuchte meinen Vorgesetzten und Kollegen immer alles recht zu machen, mit dem Erfolg, dass ich mich selbst verlor.“

Kietzemaze wiederum beschäftigt sich in ihrem Beitrag mit der Frage, wann Menschen wirklich frei sind:

„Ich beschäftige mich seit geraumer Zeit mit Persönlichkeitsentwicklung und Selbstverwirklichung und ein Themenkomplex war tatsächlich imstande, meine Ansichten über das Leben grundlegend zu verändern: Es war das Thema, wann wir wirklich frei sind und wann nicht. Und es hat mich damals wie ein Schlag ins Gesicht getroffen, als mir klar wurde, dass wir uns in nahezu allen Facetten unseres Lebens beeinflussen und einschränken lassen.“

Alex schreibt in seinem Artikel über kommentierfaule BloggerInnen:

„Ich war manchmal sauer, dass wenn ich auf einem Blog viel kommentiert hatte und derjenige Blogger kein einziges Mal bei mir auf dem Blog kommentiert hat.“

Und ich selbst habe mich mit dem Thema Inzest beschäftigt:

„Es hat nicht mehr gebraucht als diese kurze Unterhaltung, um mich davon zu überzeugen, dass das Inzestverbot in die Tonne gehört. Dass es Ausdruck einer normorientierten Gesellschaft ist, die auch dann noch auf gewisse Normen setzt, wenn sich die Argumente dafür längst in Luft aufgelöst haben.“

Zu guter Letzt gab es noch einen Beitrag von Hans-Jürgen Schwarzer, den ich euch nicht vorenthalten möchte – trotz der, nunja, aus meiner Sicht sehr freien Themeninterpretation und dem Umstand, das dort nicht wirklich ersichtlich ist, dass es sich um einen Beitrag an einer Blog-Parade handelt:

„Wie bereits erwähnt, trinken junge Menschen lieber Bier und ältere gern einen guten Tropfen Wein. Man kann also sagen, die Ansichten haben sich grundlegend geändert.“

Ich hoffe, die anderen AutorInnen hatten beim Schreiben genauso viel Spaß wie ich – und das der/die ein oder andere beim Lesen der verschiedenen Artikel ein paar neue Eindrücke oder Ansichten sammeln konnte. Vielen Dank an alle TeilnehmerInnen!

Veröffentlicht von

Moritz

Hallo, ich bin Moritz (@script0r). Ich studiere Konfliktforschung in Augsburg und blogge u.a. über Gesellschaft, Politik und Computerkram.

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