Circus Schnarchi Schnarchi

Gestern habe ich Circus Halligalli gesehen. Die neue Super-Show von Joko und Klaas. Die Fernsehkritiken zur ersten Sendung waren ja eher so lala und da dachte ich, das Zeug muss ich mir mal selbst anschauen. Schon in den ersten Minuten vor dem Fernsehempfangsgerät wurde mir dann klar: Das ist das Langweiligste, was ich je von den beiden gesehen haben. Hätten sie einen einzigen Witz übers Pupsen gemacht: Die Sendung wäre gleich doppelt so lustig gewesen. Stattdessen gab es allerdings nur lahme Sprüche, lahme Interviews (trotz guter Gäste, Bjarne Mädel aka der Tatortreiniger finde ich jedenfalls ganz schön dufte) und noch mehr lahme Sprüche. Der einzige Lichtblick war – wie anscheinend schon in Folge 1 – Olli Schulz, der sich mit Herrn Mädel auf dem Fußboden kloppte. Circus Schnarchi Schnarchi weiterlesen

Weltverständnis einer Elitegesellschaft

Eigentlich hassen wir gar keine Griechen.
Aber die können nicht mit Geld umgehen.
Alle.

Eigentlich hassen wir gar keine Griechen.
Aber die nutzen uns aus.
Alle.

Eigentlich hassen wir gar keine Griechen.
Aber die schimpfen uns Nazis.
Alle. Weltverständnis einer Elitegesellschaft weiterlesen

Gut gebrüllt, Löwe – aber wo läufst du hin?

Am Wochenende habe ich die beiden Macs meines Vaters auf Mac OS Mountain Lion upgegraded. Danach habe ich das System ein bisschen unter die Lupe genommen. Meine Meinung dazu ist nach ein paar Stunden des Testens sehr zwiegespalten.

Einerseits ist das die wohl geilste System-Oberfläche, die ich bisher auf einem Desktop-Rechner gesehen habe. Eigentlich hat sich im Vergleich zu Snow Leopard nicht viel verändert, trotzdem macht das Äußere des Systems noch einmal deutlich mehr her. Die an iOS orientierte Oberfläche von Mail zum Beispiel gefällt mir sehr gut und ist das Beste, was ich bisher in einem E-Mail-Clienten gesehen habe. Und ja, ich weiß, dass es die schon in Lion gab.

Andere Features wie Airplay, Automatisch sichern und das Game Center sind sicher sehr gut. Allerdings haben wir kein Apple TV, ich selbst habe in meiner Wohnung nicht einmal einen Fernseher. Für Spiele benutze ich zudem weiterhin Steam – ich will Portal und Left4Dead, keine iOS-Ports. Auch iCloud hat mich im Praxistest erstmal enttäuscht. Kontakte und Kalender synchronisieren, dafür gab es schon lange andere Wege. Dass Apple die eigene IMAP-E-Mail-Adresse jetzt als kleine Synchronistations-Revolution feiert, ist ein schlechter Witz. Und dass Dateisammlungen nur über Umwege synchronisiert werden können, ist lächerlich. Wenn man andere Cloud-Dienste schon kopiert, wieso übernimmt man dann nicht ihre besten Eigenschaften? Wirklich interessant wird es für mich bei iCloud deshalb lediglich bei der Synchronisation von Notizen und Erinnerungen mit dem iPhone. Das ist ein cooles Feature, das brauche ich. Apropos iPhone: Die Integration der Mitteilungszentrale in Mountain Lion gefällt mir sehr gut. Gut gebrüllt, Löwe – aber wo läufst du hin? weiterlesen

Wie man im 21. Jahrhundert Zeitung liest. Oder auch nicht. [Update]

Ein junger Student macht sich so seine Gedanken darüber, ob er nicht eine Zeitung abonnieren möchte. Und wenn ja: Welche? Also testet er einige Probe-Abos – namentlich die ZEIT, die Süddeutsche und die taz. Inhaltlich ist er mit allen sehr zufrieden. Aber Texte auf übergroßen, schwer zu bändigenden Papierkolossen zu lesen erscheint ihm nur bedingt praktisch.

Deshalb macht er sich auf die Suche nach anderen Formaten. Er liest natürlich auch online auf den Websites der Zeitungen, aber das Angebot dort ist ihm doch etwas zu eingeschränkt. Außerdem hat unser Student einen praktischen eBook-Reader. „Ich hab’s!“, ruft besagter Student eines Tages voller Begeisterung. „Ich lese die Zeitungen ab jetzt digital, als ePaper!“ Wie man im 21. Jahrhundert Zeitung liest. Oder auch nicht. [Update] weiterlesen

"KONY 2012" – ein kritischer Überblick

Manchmal ist man ziemlich naiv. Viel naiver als man denkt. Der vergangene Mittwoch war bei mir so ein Tag, und seitdem habe ich ziemlich viel nachgedacht. Häufig ist dabei folgender Gedanke durch meinen Kopf gerauscht: „Du hättest das besser wissen müssen.“ Ein Semester habe ich jetzt studiert. Und in diesem Semester habe ich vor allem eine Sache immer wieder gelernt: Hinterfrage. Hinterfrage alles. Jede Information, jede Statistik. Gib dich nicht zufrieden mit schwammigen Formulierungen und mit Populismus. Gebracht hat es anscheinend wenig. Aber alles der Reihe nach.
 

„KONY 2012“ – Das Kampagnen-Video
An besagtem Mittwoch habe ich auf YouTube ein Video gefunden. Ein Video von der Nichtregierungsorganisation „Invisible Children“ zur Kampagne „KONY 2012“. In dieser Kampagne geht es darum, den Anführer der Lord’s Resistance Army, Joseph Kony, weltweit bekannt zu machen. Kony und seine Mannen terrorisieren die Zivilbevölkerung in Uganda und den Nachbarstaaten, haben laut Spiegel Online „Tausende Kinder für seine [Konys] ‚Widerstandsarmee des Herrn‘ entführen“ lassen. Das Video von „Invisible Children“ will das Thema Kony in die Öffentlichkeit rücken und so Druck auf die US-Regierung aufbauen, die Joseph Kony stoppen soll. "KONY 2012" – ein kritischer Überblick weiterlesen

Gysis Rede zu den Finanzhilfen für Griechenland

Auf YouTube gibt es ein Video der gestrigen Bundestagsrede von Gregor Gysi zum Thema Finanzhilfen für Griechenland. Man muss sicher nicht alles verstehen, was Gysi in dieser Rede sagt – ich verstehe vermutlich gerade mal die Hälfte. Aber ich denke, er spricht viele wichtige Punkte sehr direkt an. Und dass niemand in der Regierung so wirklich auf seine Argumentation und die von ihm aufgezeigten Probleme einzugehen scheint – kommt schließlich alles nur von nem Linken – das dreht mir schlichtweg den Magen um.

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Merkel bekleckert ihr Amt

In den Tagesthemen gab es gerade einen Bericht über Angela Merkel, die dem französischen Präsidenten Sarkozy im Wahlkampf zur Seite steht. Weitere Infos dazu gibt es auf Spiegel Online. Aus den Tagesthemen ist mir in diesem Zusammenhang ein Satz der Kanzlerin im Ohr hängen geblieben: „Ich unterstütze Sarkozy, egal, was er tut.“

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Zahlen

Eins. Zwei. Drei. Der Unterschied zwischen Eins und Drei ist Zwei. Vier. Fünf. Sechs. Der Unterschied zwischen Vier und Sechs ist Zwei. Fünfzig. Siebzig. Hundert. Der Unterschied zwischen Siebzig und Hundert ist Dreißig. Zweihundert. Dreihundert. Tausend. Der Unterschied zwischen Dreihundert und Tausend ist Siebenhundert. Viermillionendreihundertsechsundvierzigtausenddreihundertsiebenundzwanzig. Dreimilliardenvierundvierzigmillionendreihundertzweiundfünfzigtausendachthundertzweiundsiebzig. Vier Billionen. Drei Sextillionen. Zwei Undezillionen. Eine Zentilliarde.

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Til Schweiger erhält Ehrenpreis für's Querdenken. Mit der Betonung auf WTF…

Til Schweiger hat den Ehrenpreis für’s Querdenken erhalten (via mspro). Vom „Quer-Denker“-Club, dessen Mitglieder laut „Bayern 2“ den Verzehr von Lachsbrötchen und Philosophie gleichzusetzen scheinen. Das alles ist so komisch, dass man sich den Bericht von BR2 anhören muss. Schon aufgrund der erschreckend richtigen Feststellung von Teo auf Twitter: Til Schweiger schafft es, die FDP schlecht zu machen, und damit falsch zu liegen! Wahnsinn. Aber hört selbst.